Der Europäische Biber Castor fiber, ist das größte Nagetier Europas, Biber leben semiaquatisch und bewohnen Gewässer und deren Uferbreiche. Sie gestalten ihren Lebensraum aktiv und verändern ihn ständig, deswegen gelten sie als tierische Ökosystem-Baumeister. Biber besitzen ständig wachsende Schneidezähne, mit deren Hilfe er Baumstämme, in Wassernähe schält und solange bearbeitet, bis die Stämme ins Wasser fallen. Das Holz nutzt er zum bauen von Staudämmen und Wohnungsbauten.
Der Biber ist ein Nagetier, und tritt man ein, in sein Revier, dann steht man da und staunt nicht schlecht. Gestaute Seen, geführte Flüsse, gefällte Bäume, weit und breit, quakende Frösche, spielende Fische, Eisvögel, blaues Federkleid. Benagte Hölzer, wilde Blumen, Wasserskorpion und Seerose, Libellenlarven, Maiglöckchen. Ein Lebensraum, durch ihn geschaffen.

Der Bau des Bibers, der auch als Biberburg bezeichnet wird, besitzt einen Zugang, der unter der Wasseroberfläche liegt, so ist die Biberfamilie gut geschützt. Damit der Zugang zur Burg immer unter der Wasseroberfläche verbleibt, wird durch gezieltes errichten von Staudämmen der Wasserstand reguliert. Die dabei entstehenden Veränderungen im Gewässer ermöglichen oftmals eine Koexistenz von Tier- und Pflanzenarten, stehender und fließender Gewässer.

Die rein pflanzliche Ernährung der Biber setzt sich zusammen aus Sträuchern, Kräutern, Knospen und weichen Zweigen von Weiden und Pappeln.